

Eröffnung mit Führungen am Mülheimer Kunstsonntag 3. August 2025 von 15 bis 18 Uhr
Damit hatte selbst die kunstverwöhnte Ruhrtalstadt Mülheim nicht gerechnet: Die neue Ausstellung „DORN IM AUGE“ sorgt für Gesprächsstoff, Gänsehaut und einen regelrechten Begeisterungssturm unter Mülheims Kunstliebhaber*innen. In der traditionsreichen Villa Artis, einem Ort, der selbst Kunstgeschichte atmet, entfaltet sich derzeit ein visuelles wie emotionales Spannungsfeld, das Besuchende nicht loslässt.

Zwischen Provokation und Poesie
Verantwortlich für diese explosive Mischung ist kein Geringerer als JOTT KAA, alias Joachim Kramer, dessen Arbeiten kaum stillstehen – sie schreien, flüstern, mahnen und erzählen. Der in Dortmund geborene Künstler, Designer und Pädagoge lässt in seinen Installationen Materialien wie Knochen, rostige Ölkannen und vergilbte Landkarten zu kraftvollen Kommentaren über Vergänglichkeit und politische Symbolik werden. Die Ausstellung ist kein Spaziergang durch Schöngeistigkeit – sie ist ein Aufschrei in Kunstform.

Die Villa wird zur Denklandschaft
„Doku des Grauens“ JOTT KAA Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR hochgeladen von Alexander Ivo Franz
Das historische Gebäude in der kleinen Ruhrstraße Nr. 3 / Ecke Delle verwandelt sich in ein pulsierendes Organ gesellschaftlicher Reflexion: „Ich will kein Bild setzen, das stillsteht“, lautet das Credo Kramers – und tatsächlich bewegt sich hier alles, sogar das Dach.

Denn Kunstfans, die mit dem Luftschiff Hugo unterwegs sind, berichten von einem ungewöhnlichen Anblick: Auf dem Dach der Villa Artis zeigt sich ein weiteres Werk des Künstlers, das selbst aus luftiger Höhe seine Wirkung entfaltet. Ein Statement? Eine stille Botschaft inmitten des urbanen Treibens? Wer hinschaut, beginnt zu fragen.

Vielfalt der Stimmen – Mülheimer Kunstszene im Fokus
Besonders spannend: Die Ausstellung zeigt nicht nur Kramers Werk. Auch Janet Kempken, Wolfgang Barkowski, Manfred Dahmen, Franz Püll, Bernd Kirstein, Paul Rainer Heicappell und weitere profilierte Mülheimer Künstlerinnen und Künstler sind mit eindrucksvollen Arbeiten vertreten, die die kreative Breite der Ruhrstadt eindrucksvoll dokumentieren.

Die Schau wird zu einem Schaufenster der regionalen Avantgarde und verbindet unterschiedliche Handschriften zu einem kollektiven künstlerischen Statement.
Noch bis zum 25. August 2025 – Kunst am Ruhrufer – freier Eintritt
„DORN IM AUGE“ ist mehr als eine Ausstellung – sie ist eine Herausforderung, eine Einladung zur Auseinandersetzung und ein Fest für den denkenden Blick. Neugierige können die Werke noch bis zum 25. August 2025 in der Villa Artis am Ruhrufer erleben. Gruppenführungen und Besuche sind nach Vereinbarung möglich – eine ideale Gelegenheit, die Mülheimer Kunstszene aus nächster Nähe kennenzulernen.

Eingang: Ruhrstraße 3 / Ecke Delle
ÖPNV: Stadtmitte – MH
NAVI & Parken: „Delle 54“
Eintritt: stets frei
Führungen: kostenlos
LINK: hier Wunschtermin buchen!
LINK: Alle Kunstevents finden mir der KultAppMH.de

Verabredungstool: https://kunststaette-muelheim.jimdofree.com/hier-online-buchen-eintritt-frei/






Mülheim: Kunst, die bewegt & herausfordertMülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr stellt im Mezzanin der Villa Artis aus

Ruhr / Ruhrtalstadt
Erst war nur die Natur,
grün, frei, im reinen Fluss,
ein stilles Tal, ein Urvertrauen,
ein Anfang ohne Schluss.
Dann die Besiedlung,
Häuser, Straßen, Stein,
die Menschen suchten Heimat,
wurzelten sich hier ein.
Ausbeutung folgte,
Arbeit schwer und rau,
die Glut der Öfen brannte,
der Himmel war nicht blau.
Doch Wandel kam mit Jahren,
Industrie wich mit der Zeit,
heut blüht Kultur im Tal,
und Wohlbefinden weit.
O Ruhr, du Herz des Wandels,
vom Ursprung bis ins Jetzt,
du trägst die Spur der Menschen,
und bleibst ihr Lebensnetz.
Andreas Ingramm
Kunst, die bewegt – und herausfordert:
Mit der neuen Sommerausstellung „DORN IM AUGE“ lädt der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr in die traditionsreiche VILLA ARTIS (Mezzanin) ein.

Die Besucher erwartet ein spannender Mix aus Malerei, Skulpturen, Installationen und Fotografie – Werke, die bewusst polarisieren, irritieren und zum Nachdenken und Diskutieren anregen.

Neue Kunstausstellung in der Ruhrtalstadt Mülheim: „DORN IM AUGE“ öffnet die Tore in der VILLA ARTIS
Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr lädt Kunstinteressierte auch in diesem Sommer wieder zu seiner traditionellen Jahresausstellung in die VILLA ARTIS ein. Unter dem vielversprechenden Titel „DORN IM AUGE“ präsentiert die Schau ab sofort ein vielfältiges Spektrum zeitgenössischer Kunst – von Malerei und Grafik über Skulpturen bis hin zu Installationen und Fotografie.

Die Ausstellung thematisiert Werke, die bewusst irritieren, zum Nachdenken anregen und dabei mit Sehgewohnheiten spielen. „Ein Dorn im Auge zu sein bedeutet, genauer hinzusehen, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen – und genau dazu möchten wir die Besucher ermutigen“, erklärt der Vorstand des Vereins. Die gezeigten Arbeiten stammen sowohl von etablierten Künstlerinnen und Künstlern als auch von vielversprechenden Nachwuchspositionen aus der Rhein-Ruhr-Region und darüber hinaus.

Die VILLA ARTIS, das traditionsreiche Ausstellungshaus im Herzen der Stadt Mülheim, bietet dafür das passende Ambiente. Die großzügigen Räume und der weitläufige Garten schaffen einen spannenden Rahmen, um die unterschiedlichen künstlerischen Positionen auf sich wirken zu lassen.
Neben der Ausstellung selbst sind auch begleitende Veranstaltungen geplant: Künstlergespräche, Führungen und Workshops sollen den Dialog zwischen Kunstschaffenden und Publikum vertiefen.

Die Sommerausstellung „DORN IM AUGE“ ist ab sofort bis 15. August 2025 in der VILLA ARTIS im Mezzanin (Ruhrstraße 3 in Mülheim an der Ruhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Führungen nach vorheriger Vereinbarung.


Das Huhn mit Krone wirkt fast wie ein Porträt eines Monarchen oder eines Influencers – eine Ironie auf gesellschaftlichen Personenkult?Hühner sind oft mit Begriffen wie „gewöhnlich“ oder „alltäglich“ konnotiert. Das Aufwerten durch Inszenierung (Krone, Schmuck, Präsentation) lässt sich als Kommentar auf Oberflächlichkeit verstehen.Zwillinge und SpiegelungDie nahezu identischen Hühnerbilder, minimal unterschiedlich gerahmt, spielen mit dem Gedanken von mehreiigen Zwillingen: gleich, aber nicht gleich.Das Motiv fragt vielleicht nach Individualität: Was unterscheidet uns wirklich, wenn das Umfeld oder die Präsentation variiert? Foto: Mülheimer Kunstverein KKRR hochgeladen von Alexander Ivo Franz






