
Der Mülheimer Künstler Klaus D. Schiemann ist am 27. Dezember 2024 nach langer Krankheit verstorben. Schon viele Jahre lebte er eher im Verborgenen.
Er wurde 69 Jahre alt und hätte kurz darauf seinen 70. Geburtstag gefeiert. Schiemann studierte freie Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Rolf Sackenheim und war seit den 1970er Jahren als Illustrator und Künstler tätig.

Besondere Bekanntheit erlangte er später durch seine kommerziellen farbenfrohen Stadtansichten.
Spezielle Werke des Künstlers sind in verschiedenen Sammlungen bewahrt. Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein KKRR hat eine Reihe ausgefallener Originale in die Ständige Sammlung „permanenta“ übernommen.

Seine Werke wurden nicht nur in der Region, sondern auch international geschätzt. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagierte sich Schiemann gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, wofür er 2002 vom Landesjugendring NRW ausgezeichnet wurde.

EINTRITT und FÜHRUNGEN stets frei!
ÖPNV: „Stadtmitte-MH“
NAVI: „Delle 54“
PARKEN: „Delle“ oder „CASINO“ Foto: Kunstverein KKRR Mülheim an der Ruhr (-straße 3) hochgeladen von Alexander Ivo Franz
Seine langjährige Partnerin und Wegbegleiterin Ulrike Berkenkopf wird die Erinnerung an ihn in ihrer Galerie „Dickswall 4“ in Mülheim an der Ruhr lebendig halten.
Die Beisetzung erfolgte im engsten Familienkreis, entsprechend seinem Wunsch nach einer stillen Zeremonie. Die Mülheimer Kunstszene verliert mit Klaus D. Schiemann einen besonderen Menschen, dessen Werke und Engagement einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Das Mülheimer Kunstmuseum MMKM in der Ruhrstraße stellt derzeit in einer Sonderausstellung Werke von Mülheimer Kunstschaffenden aus – u.a. auch von Klaus D. Schiemann, da dieser bei der letzten Ausstellung im Makroskope „Erinnerung“ nicht berücksichtigt wurde. Hier wurden die ebenfalls 2024 verstorbenen Mülheimer Künstler Jochen Leyendecker und Uwe Dieter Bleil vom ehemaligen Museumsmitarbeiter der Stadt Mülheim Dr. Gerhard Ribbrock geehrt.





